Wer Waren außerhalb Europas oder in viele andere Länder exportiert, stößt früher oder später auf die Abkürzung ISPM 15. Dahinter verbirgt sich ein internationaler Standard für Holzverpackungen.
Doch warum gibt es diese Vorschrift überhaupt?
Warum wurde ISPM 15 eingeführt?
Unbehandeltes Holz kann Schädlinge oder Pilze enthalten. Werden Holzverpackungen weltweit transportiert, könnten sich diese Organismen in anderen Ländern ausbreiten und dort erhebliche Schäden an Wäldern und Pflanzen verursachen.
Um das zu verhindern, wurde der internationale Standard ISPM 15 eingeführt.
Welche Holzverpackungen sind betroffen?
Die Vorschrift gilt unter anderem für:
- Paletten
- Transportkisten
- Holzverschläge
- Holzgestelle
- Verpackungshölzer
Diese müssen vor dem Export entsprechend behandelt und gekennzeichnet werden.
Woran erkennt man ISPM-15-Holz?
Nach der vorgeschriebenen Behandlung erhält die Holzverpackung eine offizielle IPPC-Kennzeichnung. Sie bestätigt, dass das Holz nach den internationalen Vorgaben behandelt wurde und für den Export verwendet werden darf.
Für welche Länder ist ISPM 15 erforderlich?
Viele Staaten außerhalb der Europäischen Union verlangen Holzverpackungen nach ISPM 15. Dazu gehören unter anderem die USA, Kanada, Australien, China und zahlreiche weitere Länder.
Wer ohne die vorgeschriebene Kennzeichnung exportiert, muss im schlimmsten Fall damit rechnen, dass die Ware an der Grenze zurückgewiesen oder nachbehandelt wird.
Fazit
ISPM 15 sorgt dafür, dass sich Schädlinge nicht über Holzverpackungen weltweit verbreiten. Für Unternehmen, die Waren exportieren, gehört der Standard heute in vielen Ländern zum festen Bestandteil der Versandvorbereitung.